Reise zu den Polarlichtern
Reisetipps
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Wenn grüne, rosane und rote Farbschleier vor dem dunklen Nachthimmel tanzen, ist das einfach magisch. Die Polarlichter (Aurora Borealis) gehören zu den beeindruckendsten Naturphänomenen der Welt. Besonders in Nordeuropa bieten sich ideale Bedingungen, um dieses Schauspiel mit eigenen Augen zu erleben: klare Winterhimmel, geringe Lichtverschmutzung und die Nähe zum Polarkreis machen die Region zu einem Hotspot für Nordlichtjäger.
Von abgelegenen Fjorden bis hin zu schneebedeckten Landschaften hat jede Destination ihren ganz eigenen Reiz. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die besten Orte in Nordeuropa vor, an denen die Chancen auf ein unvergessliches Polarlicht-Erlebnis besonders hoch sind.
Das Polarlicht wird oft als „die Polarlichter“, „die Nordlichter“ oder nach dem wissenschaftlichen Begriff „Aurora Borealis“ bezeichnet. Tatsächlich beschreibt dieser Begriff nur für das Phänomen auf der Nordhalbkugel; auf der südlichen Halbkugel ist es die „Aurora australis“. Die Wikinger dachten ihrer Zeit, dass die Lichter am Himmel Reflexionen der Schilder und Rüstungen der Götter seien. Dem ist natürlich nicht so: Vereinfacht gesagt werden sie durch elektrisch geladene Teilchen verursacht, die auf das Magnetfeld der Erde treffen. Die Nordlichter gehören zu den beeindruckendsten Phänomenen unseres Planeten und stehen bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste an Dingen, die man einmal im Leben gesehen haben muss.

Die beste Zeit zur Sichtung der Polarlichter ist zwischen September und März, besser noch während der Polarnacht um die Wintersonnenwende am 21. Dezember. Zu dieser Zeit wird es in den Regionen nahe des nördlichen Polarkreises quasi nie hell, doch der schwarze Himmel erstrahlt oft in unterschiedlichen Grün- und Rottönen. Viele Unterkünfte in diesen Regionen bieten neben Vorhersagen und geführten Touren sogar Weckanrufe an, damit Sie dieses unnachahmliche Phänomen auf keinen Fall verpassen!
Je näher ein Ort am nördlichen Polarkreis liegt, desto besser stehen die Chancen, die leuchtende Erscheinung beobachten zu können. Tatsächlich gibt es in Nordeuropa eine sogenannte „Aurora-Zone“: ein Gürtel zwischen den Breitengraden 60°N und 80°N, in dem die Lichter am häufigsten auftreten. Generell sind die besten Orte die mit dunklen, klaren Himmeln und hoher Lage.
Die weltweit höchste Wahrscheinlichkeit, die Aurora Borealis zu sehen, ist im Nationalpark Abisko. Dieser befindet sich etwa 95 km entfernt von Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens. Im Umkreis von fast 100 km gibt es nahezu keine Städte – die idealen Voraussetzungen für einen klaren Himmel frei von Lichtverschmutzung. Der Park liegt in der schwedischen Lappland-Region und bietet neben dem spektakulären Polarlicht-Phänomen außerdem majestätische Berge, reißerische Stromschnellen und den größten Alpensee Skandinaviens.
Tromsø, hoch oben im Norden von Norwegen, wird oft als „das Tor zur Arktis“ beschrieben. Hier gibt es zahlreiche Polar- und Arktis-verbundene Sehenswürdigkeiten, Norwegens einziges Troll-Museum, das sich mit den Gestalten des fest verankerten Volksglaubens beschäftigt, die wunderschöne Eismeerkathedrale, und natürlich zahlreiche Natur-Aktivitäten. Neben Touren zur Sichtung der Polarlichter können Sie Rentiere füttern, eine rasante Schlittenhundfahrt machen oder majestätische Wale in freier Wildbahn bestaunen.
Etwas südlich von Tromsø liegen die Lofoten-Inseln, die ebenfalls ideal für eine Nordlicht-Jagd sind. Dramatische Fjord-Ketten ragen hinter malerischen Fischerdörfern mit charakteristischen roten Häuschen empor, während über den Gipfeln die Polarlichter tanzen – ein Anblick, der wie aus einer anderen Welt scheint.

Im finnischen Teil von Lappland kann man nicht nur den Weihnachtsmann besuchen, sondern auch die Nordlichter sehen, eine Wilderness-Safari machen oder die finnische Saunakultur genießen. Auch für den Wintersport ist die Region ideal, egal ob Ski, Snowboard, Schlittschuh oder Schlitten. Zudem gibt es in Rovaniemi, der Hauptstadt von Finnisch-Lappland, das Arktikum, eine kulturelle Einrichtung bestehend aus dem Provinzmuseum Lappland und dem Arktischen Zentrum.
Nicht nur, dass Island in der Aurora-Zone liegt: Auch hier gibt es weite Landschaften, frei von Verschmutzung oder Hochhäusern, sowie hohe Vulkane und Fjorde, die ideale Bedingungen zur Sichtung der Polarlichter bieten. Island ist dabei ein faszinierendes Reiseziel, das einmalige Natur mit dem spektakulären Phänomen und einer gastfreundlichen Kultur vereint – egal ob unter dem schimmernden Polarlicht-Himmel oder im blauen Dunst des Tages, denn auch hier wird es in den Wintermonaten nie so wirklich hell.

Ob in der stillen Weite oder vor der Kulisse beeindruckender Fjorde: Jeder Ort in Nordeuropa verleiht der Aurora Borealis eine eigene, unverwechselbare Atmosphäre. Mit der richtigen Planung, etwas Flexibilität und einer Portion Glück kann aus einer kalten Winternacht ein magischer Moment werden. Planen Sie jetzt Ihre Reise in den Norden und erleben Sie, wie der Himmel zu glühen beginnt.