Tagesausflug nach Nusa Penida
Reisetipps
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Sie sind schon ein paar Tage auf Bali, haben die Reisfelder von Ubud erkundet und vielleicht sogar den Sonnenaufgang vom Mount Batur aus erlebt. Aber ein wunderschönes Ziel fehlt noch: Nusa Penida, die kleine Insel südöstlich von Bali im indonesischen Archipel. Steile Klippen, die in ein schillerndes türkisfarbenes Meer abfallen, einsame Strände, eingebettet zwischen den Felsen, und ruhige Authentizität, die nach dem Trubel in Seminyak oder Canggu einfach willkommen ist. Das Beste daran? Sie können die Highlights wunderbar bei einem Tagesausflug entdecken.
Um nach Nusa Penida zu gelangen, müssen Sie die Fähre nehmen. Dafür gibt es auf Bali mehrere Abfahrtshäfen; Sanur ist meist am bequemsten. Die Überfahrt von Sanur nach Nusa Penida dauert je nach Fährgesellschaft und Seegang zwischen 25 Minuten und 1 Stunde. Mit unserem Preisfinder vergleichen Sie ganz leicht Fahrpläne und Preise und prüfen die Verfügbarkeit der Fähren von verschiedenen Abfahrtshäfen auf Bali. Buchen Sie Ihre Tickets am besten im Voraus, besonders in der Hauptsaison.
Top-Tipp: Packen Sie einen leichten Pullover oder ein Tuch ein. Die Klimaanlage auf der Fähre kann sehr kalt sein, und auf dem Oberdeck weht oft eine überraschend kühle Brise. Wenn Sie zu Seekrankheit neigen, treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen; die See kann etwas rau sein, besonders während der Regenzeit.
Seien wir ehrlich: Wer eine Reise nach Nusa Penida plant, kommt am Kelingking Beach nicht vorbei. Es ist DER Hotspot der Insel, der von oben wie ein T-Rex aussieht. Und auch, wenn ihn wirklich jeder besucht, ist er in natura immer noch spektakulär – die Felsformation, die entlang des Strandes ins Meer ragt und von kristallklarem Wasser umgeben ist, ist wirklich etwas Außergewöhnliches.
Wer abenteuerlustig ist und gutes Schuhwerk hat, kann die Felsen erklimmen – und danach zum Strand absteigen. Aber Vorsicht: Die Treppe (wenn man sie denn so nennen kann) ist steil, manchmal rutschig, und der Aufstieg in der Mittagssonne kann sehr erschöpfend sein. Bringen Sie unbedingt ausreichend Wasser, Sonnencreme und genügend Zeit mit. Unten angekommen, ist der weiße Sandstrand mit seinen tosenden Wellen und dem atemberaubenden Blick auf die Klippen die beste Belohnung.

Nur wenige Kilometer von Kelingking entfernt befinden sich zwei wirklich großartige Orte, die zudem direkt nebeneinander liegen: Angel‘s Billabong und Broken Beach.
Angel‘s Billabong ist ein natürlicher, im Fels entstandener Pool, in den Meerwasser sickert. Der Fels ist durch Erosion geformt und hat glatte Strukturen und Kanäle geschaffen, durch die das Wasser fließt. Bei Ebbe kann man in dem türkisblauen Becken sogar schwimmen – bitte informieren Sie sich vor dem Hineinspringen über die Bedingungen, denn die Wellen können tückisch sein!
Gleich nebenan liegt Broken Beach (oder Pasih Uug, wie die Einheimischen sagen), ein natürlicher Felsbogen, unter dem die Wellen branden und eine Art kreisrunde Lagune bilden, die von Klippen umgeben ist. Man kann zwar nicht hinuntergehen, aber der Blick vom Rand ist atemberaubend. Die Wellen, die unter dem Bogen brechen, das Wasser, dessen Farbe sich mit dem Licht verändert … Broken Beach ist einer der Orte, an denen man einfach nur die Kraft der Natur bestaunt.
Wenn Sie noch etwas Zeit (und Energie) übrig haben, ist Crystal Bay ein wunderbarer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen. Dieser Strand ist viel leichter zugänglich als Kelingking und bietet hervorragende Schnorchelbedingungen. Das Wasser ist im Allgemeinen ruhig, klar und artenreich: Korallen und tropische Fische kreieren eine bunte Unterwasserwelt, und mit etwas Glück kann man sogar Mantarochen entdecken. Mehrere kleine Warungs, oft familiengeführte Stände und Lokale, bieten entlang des Strandes Schnorchelausrüstungen zu sehr günstigen Preisen an.
Crystal Bay ist außerdem ein wunderbarer Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Die Füße im Sand, eine frische Kokosnuss in der Hand und der Sonnenuntergang am Horizont – nach einem Tag voller Kletterpartien an den Klippen ist dieser Moment der Entspannung wahrlich willkommen.

Sobald Sie die Fähre verlassen haben, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen. Rollerverleih ist bei erfahrenen Reisenden beliebt, aber Vorsicht: Die Straßen auf Nusa Penida sind ziemlich holprig. Rechnen Sie mit vielen Hügeln, Abfahrten und Schlaglöchern. Wenn Sie sich auf zwei Rädern nicht ganz sicher fühlen, empfehlen wir Ihnen, für den Tag einen Fahrer zu mieten. Das kostet in der Regel zwischen 500.000 und 700.000 Rupiah (ca. 30 bis 45 €) und erspart Ihnen viel Stress. Verhandeln Sie Preis und Route, bevor Sie losfahren.
Für einen Tagesausflug ist typischerweise die Westroute die beliebteste und machbarste: Kelingking Beach, Angel‘s Billabong, Broken Beach und, bei gutem Wetter, Crystal Bay. Manche Urlauber besuchen zusätzlich Atuh Beach oder Diamond Beach an der Ostküste, wobei das für einen Tag doch recht viel ist.
Verlassen Sie Bali früh und nehmen Sie eine der ersten Fähren am Morgen. So erreichen Sie Nusa Penida gegen 8 oder 9 Uhr und können Ihre Tour beginnen. Planen Sie die Rückfahrt gegen 16 oder 17 Uhr. Bitte überprüfen Sie unbedingt den Fahrplan der letzten Fähre, damit Sie Ihre Rückfahrt nicht verpassen.
Nusa Penida kann man zwar grundsätzlich ganzjährig besuchen, die Trockenzeit (April bis Oktober) bietet jedoch die besten Bedingungen. Das Meer ist dann meist ruhiger, das Wetter ist klar und die Wege sind weniger rutschig. Während der Regenzeit (November bis März) ist ein Besuch zwar machbar, aber es gibt teils starke Regenschauer und mitunter raue See. Andererseits sind dann natürlich deutlich weniger Menschen unterwegs, was seinen ganz eigenen Reiz hat.
Grundsätzlich sollten Sie, was den Besucherandrang angeht, Wochenenden und indonesische Feiertage nach Möglichkeit meiden. Nusa Penida wird immer beliebter, und an manchen Orten kann es sehr voll werden. Es lohnt sich, früh morgens an den jeweiligen Sehenswürdigkeiten anzukommen.
Nusa Penida erlebt eine rasante touristische Entwicklung, was für die Insel und ihre Bewohner nicht immer einfach ist. Hier sind ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:

Ein Tagesausflug nach Nusa Penida bringt wegen der vielen körperlichen Aktivitäten wahrscheinlich Muskelkater. Aber er ist auch ein einzigartiges Erlebnis. Diese Insel hat etwas Ursprüngliches, etwas Wildes, das noch immer einen starken Kontrast zum touristischen Bali bildet: Wenn man oben auf dem Kelingking steht und die surreale Landschaft betrachtet oder im kristallklaren Wasser des Angel‘s Billabong schwimmt, weiß man, dass es sich wirklich gelohnt hat.
Nusa Penida ist ein kleines Abenteuer für sich, einer dieser Reisemomente, an die man sich noch lange erinnern wird. Planen Sie also bei Ihrem nächsten Bali-Trip unbedingt Zeit für diesen Tag ein. Stehen Sie früh auf, nehmen Sie die Fähre und erkunden Sie diese außergewöhnliche Insel – Sie werden es nicht bereuen.