Folge 3: Eine kulinarische Reise durch die Setouchi-Region

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Das Gericht Nabeyaki Udon, ein japanisches Nudelgericht, wird in einer traditionellen Aluminium-Schale serviert.

Folge 3: Eine kulinarische Reise durch die Setouchi-Region

Eine Reise durch die Region rund um das Seto-Binnenmeer bedeutet nicht nur, beeindruckende Landschaften zu genießen, sondern auch hervorragendes Essen zu entdecken. Während Sie historische Städte erkunden und die Küstenlandschaft auf sich wirken lassen, können Sie frische Meeresfrüchte, regionale Spezialitäten und besondere Süßigkeiten probieren. All diese Gerichte geben Ihnen einen authentischen Einblick in die Kultur und den Alltag der Menschen, die hier leben.


Hiroshima & Kure: Kulinarische Spezialitäten zwischen Meer und Stadt

Bei einem Besuch in Hiroshima sollten Sie unbedingt das berühmte Okonomiyaki im Hiroshima-Style probieren. Ein besonders beliebter Ort dafür ist Okonomi-mura, ein Gebäude mit vielen kleinen, individuellen Okonomiyaki-Restaurants, in denen Sie verschiedene Varianten dieser Spezialität an einem Ort entdecken können. Während die Saucen auf der heißen Grillplatte zischen und köstliche Düfte durch den Raum ziehen, können Sie am Tresen sitzen und frisch zubereitetes Okonomiyaki genießen – fast so, als wären Sie selbst einheimisch.

Im OKOSTA, direkt im Bahnhof Hiroshima, haben Sie sogar die Möglichkeit, Okonomiyaki selbst zuzubereiten. Dort lernen Sie, wie man die Spezialität mit großen Metallspachteln geschickt wendet – fast wie ein Profi. So haben Sie nicht nur Spaß am Essen, sondern auch beim Kochen. Außerdem gibt es vegetarische und glutenfreie Optionen, sodass auch internationale Besucher mit besonderen Ernährungsbedürfnissen problemlos mitgenießen können.

Vier Personen machen einen traditionellen Okonomiyaki-Kochkurs in Japan. Sie tragen Haarnetze und wenden Zutaten auf einem heißen Grill.
Probieren Sie unbedingt einen Okonomiyaki-Kochkurs

Eine weniger bekannte lokale Spezialität, die inzwischen mehr Aufmerksamkeit bekommt, ist Koune, dünn geschnittene Rinderbrust. Bei Einheimischen ist sie schon lange beliebt, taucht in Reiseführern jedoch nur selten auf. Ihr besonderer Reiz liegt in der gelungenen Kombination aus leicht süßlichem Fett und aromatischem, magerem Fleisch. Ob auf dem Grill zubereitet oder sanft geschmort, Koune schmeckt besonders gut. Für ein authentisches Erlebnis probieren Sie es am besten in einer Izakaya oder in einem Yakiniku-Restaurant.

Berühmt ist Hiroshima außerdem für seine Austern. Sie sind größer und oft cremiger als viele westliche Varianten und überzeugen mit einem besonders intensiven Geschmack, der vielen Besuchern lange in Erinnerung bleibt.

In einer Bambusschale liegen große, geöffnete Austern, die mit Kräutern und Zitronen garniert sind.
Austern sind eine Spezialität der Region

Im nahegelegenen Kure servieren viele Restaurants ein Gericht namens „Naval Curry“. Es wurde von einer Mahlzeit inspiriert, die traditionell auf den Schiffen der Japan Maritime Self-Defense Force gegessen wird, die in der Marinebasis von Kure stationiert sind. Besonders stimmungsvoll ist es, wenn Sie das Curry mit Blick auf den Hafen genießen – ein echtes Setouchi-Erlebnis.

Miyajima & Hatsukaichi: Die Spezialitäten der Inseln

Eine typische Süßigkeit aus Miyajima ist Momiji Manjū, kleine Küchlein in Form eines Ahornblatts, die meist mit süßer Bohnenpaste gefüllt sind. Im traditionsreichen Geschäft Yamada-ya können Sie sogar selbst Hand anlegen und an einem kleinen Backerlebnis teilnehmen. Dabei füllen Sie den Teig in spezielle Formen und backen Ihr eigenes Momiji Manjū. Anschließend können Sie die noch warmen, luftigen Küchlein direkt probieren, oder sie als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Momiji Manju, kleine Küchlein in Form eines Ahornblatts, die meist mit süßer Bohnenpaste gefüllt sind.
Momiji Manjū

Wenn Sie im Winter unterwegs sind, sollten Sie unbedingt einen Abstecher zum Kaki no Yakata Teraiwa machen. Hier können Sie frisch geerntete Austern aus dem Seto-Binnenmeer direkt an Ihrem Tisch selbst zubereiten – egal ob Sie sie braten, rösten oder mit etwas Butter grillen. Heiße Austern und frische Meeresfrüchte zu genießen, während Sie auf das Meer blicken, gehört zu den besonderen Momenten einer Reise durch die Setouchi-Region.


Matsuyama & Dōgo Onsen: Regionale Gerichte und traditionelle Süßigkeiten

In Matsuyama können Sie Iyo Udon probieren, eine lokale Spezialität, die sich deutlich von den bekannten, eher festen und zähen Sanuki-Udon unterscheidet. Die Nudeln sind weich, glatt und haben eine angenehm zarte Konsistenz, sodass die natürlichen Aromen der Zutaten besonders gut zur Geltung kommen. Jede Schüssel wirkt wohltuend und erinnert ein wenig an die warme, gemütliche Atmosphäre eines traditionellen japanischen Zuhauses.

Die Brühe besteht aus einer leichten Mischung aus Katsuobushi (getrocknete Bonitoflocken) und Kombu (Seetang) aus dem Seto-Binnenmeer und sorgt für ein feines, ausgewogenes Umami-Aroma. Sie können eine einfache Schale Kake-Udon genießen oder das Gericht mit Toppings wie Tempura oder frittiertem Tofu ergänzen; so oder so schmeckt es hervorragend.

Eine weitere Spezialität aus Matsuyama, die Sie unbedingt probieren sollten, ist Tai-meshi (Reis mit Meerbrasse). Dabei wird die Meerbrasse zusammen mit Reis in einer Brühe auf Sojabasis gegart, sodass sich ihr reiches Umami-Aroma in jedem einzelnen Bissen entfaltet.

Tai-meshi, Reis mit Meerbrasse. Auf dem Bild wird das Gericht in einem silbernen Topf serviert. Auf einer Schicht Reis liegt ein ausgekochter Fisch.
Tai-meshi

In den wärmeren Monaten sollten Sie außerdem Tai-Somen probieren. Dieses saisonale Gericht besteht aus feinen, seidigen Somen-Nudeln, die in einer leichten Brühe aus Meerbrasse serviert werden – am besten schmeckt das natürlich mit Blick auf das Meer. Eine weitere regionale Spezialität ist Jakoten, ein frittierter Fischsnack aus Ehime, der sich perfekt als kleiner Happen eignet, während Sie gemütlich durch die Stadt schlendern.

Im Onsen-Viertel können Sie außerdem handgemachte, traditionelle japanische Süßigkeiten aus lokalen Ryokans und Konditoreien genießen. Nach einem entspannenden Bad eine kleine süße Pause einzulegen gehört zu den einfachen, aber besonders schönen Momenten eines Besuchs in Dōgo.

Auf einem rötlichen Tablett stehen zwei kleine Teller. Auf einem ist grüner Tee in einer traditionell japanischen Tasse, auf dem anderen sind typisch japanische Süßigkeiten, Botchan dango.
Eine Tasse Tee mit traditionellen japanischen Süßigkeiten, Botchan dango

Im Dōgo-Viertel von Matsuyama befindet sich Hana Hime Rou, das einzige Teehaus der Region, in dem Sie traditionelle japanische Darstellungsformen und die sogenannte Ozashiki-Kultur erleben können. Ozashiki steht für eine besondere Form der gehobenen Gastfreundschaft. In diesem stilvollen Rahmen können Sie an einer Teezeremonie teilnehmen oder ein Mittag- bzw. Abendessen genießen, während Sie eine Geisha-Aufführung erleben. Bei einem Ozashiki tritt eine Geiko – eine Bewahrerin traditioneller japanischer Künste – auf und präsentiert Buyo (klassischer japanischer Tanz), Nagauta (traditionelle Musik) und Shamisen (ein dreisaitiges japanisches Instrument).

Die Präfektur Ehime ist außerdem für ihre Mandarinen bekannt. Hier wachsen über 40 verschiedene Zitrussorten, die sich jeweils durch ihren eigenen Geschmack und ihre besondere Textur unterscheiden. Tatsächlich ist hier die größte Zitrusproduktionsregion Japans. Beim Bummel durch die Stadt gibt es immer wieder kleine Saftstände, an denen frisch gepresste Zitrussäfte angeboten werden – eine ideale Gelegenheit, Ihre persönliche Lieblingssorte zu finden.


Die kulinarischen Spezialitäten von Hiroshima, Kure und Matsuyama lassen sich besonders angenehm bei einer malerischen Fährfahrt über das Seto-Binnenmeer entdecken. So verbinden Sie entspannte Reisewege mit wunderschönen Ausblicken auf die Inseln und Küstenlandschaften der Region.

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